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Der Bootskauf
Am 10.September war es dann soweit, die Bootsübernahme stand an.
Nachdem wir diesen Termin um eine Woche verschieben mussten, sind wir bereits am 9.September nach Damp an die Ostsee gefahren und haben dort übernachtet, da wir uns 1200 km an einem Tag nicht antun wollten, weil die Rückfahrt eh nur mit 80 km/h erfolgen konnte.
Die Hinfahrt war super, kein Stau, nur Regen ab Berlin und graues Herbstwetter.
In Damp angekommen, machten wir uns auf die Suche nach der gebuchten Pension.
Diese war recht schnell gefunden, es war mittlerweile gegen 21:30 Uhr.
Die Pensionswirtin begrüßte uns und nordete uns sofort ein, dass nur bis 22 Uhr geduscht werden darf, ok, alles klar Chefin!
Pünktlich 21:59 Uhr waren wir fertig mit duschen, so dass wir keinerlei Probleme mit der Pensionsgenerälin zu befürchten hatten.
Am nächsten Morgen haben wir dann nach dem Frühstück das Biwak geräumt und sind Richtung Damp-Hafen gefahren, da oben im äußersten Norden langen die Stadtoberen richtig zu, Damp hat überall Schrankenanlagen, wer reinfährt, darf 1,50 Euro pro Stunde zahlen.
Wir bekamen aber einen Tipp, dass ein kostenloser (!!) Parkplatz am Stadtrand zur Verfügung steht, diesen haben wir benutzt und sind erst mal, da der Eigner des Schiffes noch kurz vor Hamburg auf der Autobahn unterwegs war, nach Damp zum Yachthafen gelaufen und haben uns die Schiffe dort angesehen.
Nun ja, so ein Ostseehafen ist dann doch etwas größer, als das, was wir haben.

der Hafen in Damp
Dann, knapp 2 Stunden später der Anruf, der Eigner ist vor Ort.
Wir haben uns dann an einer Tankstelle getroffen und endlich mal den Menschen gesehen, den wir bis dahin nur vom Telefon kannten.
Nach einem kurzen Gespräch sind wir dann in eine dieser riesen Bootshallen gefahren, in der unser zukünftiges Schiff schon auf dem Trailer stand.




Was für ein Anblick, Bilder im Internet kann man ja dank verschiedener Programme "aufhübschen", aber das Schiff sah im Orginal genauso gut aus wie auf den Bildern.
Der "Noch-Eigner" hatte Verzurrmaterial in rauhen Mengen dabei, wir dachten, er sagt, "so, hier sind die Spanngurte, e.t.c., viel Spaß beim Verzurren und lassen sie uns das schon mal mit dem Geld machen", aber nein, er hat die ganze Zeit mitgeholfen, dass das Boot ordentlich auf dem Trailer steht.
Sämtliches Zubehör wurde uns gezeigt und so gingen mal 3 Stunden Übernahme vorbei.
Am Ende haben wir uns aber doch entschlossen, den vorher in zähen Verhandlungen vereinbarten Betrag dem Eigner zu geben.
Fazit der ganzen Aktion: Wahrscheinlich hatten wir ein riesen Glück mit dem Verkäufer, alles entsprach der Beschreibung im Internet, kein Nachverhandeln, auf Mängel wurde im Vorfeld hingewiesen und als Mensch ein super Typ.
Vielen Dank, dass alles so gut funktioniert hat.
Es war nun mittlerweile 13:30 Uhr und wir machten uns auf den Rückweg und man will es kaum glauben, das helle, warme Ding am Himmel kam raus und wir hatten herrlichen Sonnenschein.
Ab auf die Autobahn und erst mal ein amerikanisches Schnellrestaurant suchen, der Hunger kam.
In Eckernförde sah ich schon von weitem das goldene M, aber nur einen kleinen Parkplatz, keine gute Idee mit solch einem Gespann, ein McDrive kam auch nicht in Frage, also weiter fahren.
Irgendwo an der Autobahn fanden wir einen Burger King und haben dort erst mal gegessen.
Im Radio hörten wir, dass auf der A 7 vorm Hamburger Elbtunnel 16 km Stau sind, toll, den wollten wir umfahren und noch während unserer Burgerbestellung haben wir uns Tipps zum Umfahren des Staus von den Eingeborenen geholt.
Wir sind dann nach dem Essen bei Rendsburg von der Autobahn runter, dann 30 km Landstraße und kamen auf der A1 wieder raus und von dort sind wir weiter auf die A 24 Richtung Berlin gefahren.
Perfekt, denn im Radio kam dann, dass sich der Stau auf der A 7 auf 18 km vergrößert hat, jawoll, alles richtig gemacht, Autobahn war frei, es lief wie am Schnürchen und unser Navi rechnete uns eine Ankunftszeit von 20:30 Uhr aus.
Alles war super, bis Pritzwalk.
Stau!
Großer Stau, in Fachkreisen auch Vollsperrung genannt.
Um es kurz zu machen, dieser Stau hat uns 3 Stunden lang festgehalten, so dass wir erst am Sonnabend Morgen in Leipzig waren.
Dort angekommen sind wir gleich zum Hafen und dort haben wir nur noch den Trailer abgehangen und sind nach Hause gefahren, duschen und ab ins Bett.

Am Morgen ging es ja 9:30 Uhr zum kranen, wir wollten, obwohl schon spät in der Saison, sehen, ob das Schiff auch schwimmt.
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