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Der Bootskauf, ein Abenteuer
Gleich zu Beginn: ein Boot zu finden, bei dem alles passt, ohje, schwierig, schwierig.
Aber der Reihe nach.
Das erste Problem, welches wir lösen mussten, war ein Boot zu finden, was uns beiden gefällt und nicht einer von beiden große Kompromisse eingehen muss.
Dazu ging es auf wochen-, wenn nicht monatelange Suche in diversen Bootsbörsen im Internet.
Das Angebot ist groß und die Ahnung von der Materie tendierte gegen Null.
Was macht man in diesem Fall?
Man lässt sich von den vielen schönen Bildern im Netz leiten und legt sich erst einmal auf eine grobe Richtung fest.
Wichtig waren nur folgende Punkte:
Länge: mindestens 7,00 m
Breite: maximal 2,55 m
gepflegter Zustand
mit TÜV-geprüften Straßentrailer
2 Kabinen
Mit diesen Daten konnten wir die Suche erst mal etwas einschränken.
Wir haben auch in verschiedenen Anzeigenseiten Annoncen geschaltet und unsere Suche verkündet.
Sehr lustige Menschen haben wir dadurch kennengelernt, einer wollte uns seine 10,25 m Yacht, die auch noch in der Karibik lag, verkaufen, ein wahrlich sehr schönes Schiff, nur leider recht schwer trailerbar und vom Budget "etwas darüber".
Der andere bot uns seine 5,50 m Jolle an, die auch noch mehr Osmosebläschen, als der Eiffelturm Nieten hat, an.
Andere kannten den Unterschied nicht, wie sich ein Hafentrailer Marke Eigenbau von einem Straßentrailer unterscheidet.
Also, alles nicht so einfach.
Nach langer, langer Suche (mittlerweile hätte ich mich bei "Wetten das..." anmelden können und wetten können, ich kenne sämtliche Maße, Preise und Ausstattungsmerkmale aller angebotenen Schiffe im EU-Raum auswendig, haben wir dann mehrere "heiße" Kandidaten im Auge.
Also, sofort eine Mail an den oder die Eigner geschrieben und zur Sicherheit gleich noch telefoniert.
Mehrfach war die Antwort, dass das Boot schon seit Jahren verkauft ist.
Hier besteht in den einschlägigen Bootsbörsen Besserungsbedarf.
Nun gut, nicht zu ändern, die Suche musste also weitergehen.
Mittlerweile, warum auch immer, haben wir uns auf eine Rebell Mark 2 oder Rebell Seaskip 2 "eingeschossen".
Das heißt, ich habe dann gezielt nach diesen Bootstypen gesucht und die Seaskip favorisiert, weil sie etwas moderner daher kommt und der Nachfolger der Mark 2 ist.
Außerdem hat uns das Platzangebot und die Raumaufteilung gefallen.
Nach einiger Suche haben wir dann endlich eine Seaskip gefunden, mit Trailer, gepflegt, Preis war o.k, also Mail zum Eigner und siehe da, ja, das Boot war noch da und wartet auf neue Eigner.
Eigentlich war klar, dieses Schiff wird es, nur wollte der Eigner erst mal in den Urlaub und er wollte sich melden, wenn er wieder zu Hause ist.
Auf diese Meldung warten wir übrigens heute noch.
Und dann, eines Morgens beim Kontrollgang durch die Bootsbörsen, dachte ich, was ist das???
Eine Seaskip 2, komplettes Refit, schneeweiß, mit Trailer, der Hammer und dazu war die Anzeige erst wenige Stunden alt.

die Seaskip 2
Nur dummerweise lag der Preis weit über unserem Limit.
Wer nicht wagt, der nicht gewinnt, ich habe dem Eigner einen Preisvorschlag geschickt, um es kurz zu machen, er hat wahrscheinlich heute noch Bauchschmerzen vom lachen, also, nichts zu machen.
Nach einem langen Telefonat waren wir an seiner finanziellen "Schmerzgrenze" angelangt, die zwar immer noch über unserem Limit war, aber eine Rechnung, was wir in das andere Schiff gesteckt hätten, wenn wir es gekauft hätten, brachte die Entscheidung:
Ja, wir kaufen das Boot!
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